Leonie von Hase, Titelmodel CITTI PARK-Magazin 2017

Leonie von Hase –
unser Titelmodel

Eine blonde Afrikanerin, Mutter eines kleinen Sohnes, Model, Food-Bloggerin: Leonie von Hase, Titelmodel des neuen CITTI-PARK Magazins, ist eine wahre Powerfrau!

Aufgewachsen auf einer 10.000 Hektar großen Schaffarm am Rande der Kalahari Wüste in Namibia, verbrachte Leonie von Hase als Kind viel Zeit in der Natur, spielte zwischen Hühnern, Schafen und Katzen – inmitten der Wurzeln der Pappeln. „Die Natur ist das, was mich schon immer am meisten inspiriert hat, sie erdet mich“, sagt die 33-Jährige.

Seit fünf Generationen ist Leonies Familie bereits in Namibia verwurzelt. Ihre drei älteren Schwestern und sie eint nicht nur ein hohes Maß an Kreativität, sie alle haben „eine gewisse Selbstsicherheit“ erlangt. Hinzu kommt ein Blick für Ästhetik, der ihrer Meinung nach ihre größte Gabe sei – diese Voraussetzungen für den Model-Job bringt Leonie von Hase mit.

„Als ich das erste Mal mit 18 Jahren für ein Jahr nach Deutschland kam, hatte ich einen kleinen Kulturschock“, erzählt Leonie von Hase. Damals verbrachte sie sechs Monate in Stuttgart bei der Anthroposophischen Gesellschaft im Rudolf Steiner Haus, die restliche Zeit arbeitete sie bei einem Mode-Designer. „Ich habe ihn in seinem Geschäft unterstützt und die Mode weiterentwickelt“, beschreibt das Model ihre ersten Erfahrungen mit der deutschen Mode-Welt.

Von Deutschland nach Kapstadt: Mit 19 Jahren begann Leonie von Hase zunächst Theater und Englische Literatur in Kapstadt zu studieren, später wechselte sie zu dem Studiengang Creative Brand Management und schloss diesen schließlich auch ab. „Zu meinem großen Bedauern habe ich das Schauspiel-Studium nicht beendet“, sagt sie heute. Denn neben ihrer Arbeit als Model in Griechenland, England, Spanien, Frankreich, Italien, Slowenien und Dänemark blieb wenig Zeit für Lehrbücher und Klausuren, sodass das Studium letztlich auf der Strecke blieb.

Das sie das Talent hat, sich immer wieder zu verwandeln, sich in neue Situationen hineinzudenken, hat sie stets bewiesen: viele Jahre waren der Laufsteg, Shootings und Werbespots Leonie von Hases Welt. Mit 21 drehte sie etwa einen Werbespot für die weltweite Kampagne Nivea Pearl & Shine und arbeitete außerdem für große Designer wie Armani, Gianfranco Ferré und auch für die italienische Vogue. Dennoch: Trotz dieses Erfolges hat Leonie von Hase zum Modeln eine zwiespältige Beziehung. „Einerseits habe ich das alles nie so ernst genommen, andererseits ist das Modeln immer etwas, was mich weiterbringen konnte und etwas, wobei ich mich neu erfinden kann.“

Zusätzlich zu ihrem Model-Karriere entwickelte die gebürtige Namibierin diverse andere Projekte auf der ganzen Welt. „Kapstadt hat eine Kultur von jungen Unternehmern, da habe ich mein Auge für Ästhetik eingesetzt und Brand Consulting gemacht. Fashion Shows durchgeführt, Marken mit Social Media Strategien beraten, also auch Creative Brand Management“, zählt Leonie von Hase auf. Interieurdesign, eine eigene Agentur – „LcvH presents“ – in London. „Meine Beziehungen zu südafrikanischen Designern haben mir dabei geholfen.“

Außerdem natürlich: ihr Blog lcvoneats. Den Food-Blog weiterzuentwickeln, zu etablieren, das ist ihr großes Ziel. „Du bist, was du isst“, sagt sie: „Intuitiv wissen wir doch immer, was wir brauchen.“ Begeisterung für Fotografie und Verständnis für gesundes, simples Essen: „Mit meinem Blog kann ich diese Punkte gut unter einen Hut bringen.“

Trotz ihres Erfolgs hat Leonie von Hase viel von ihren afrikanischen Wurzeln behalten. Ihr Verständnis für gesundes, natürliches Essen, das sie in der Farmküche lernte, spiegelt sich in ihrem Food-Blog wieder. „In Namibia war es normal, in den Garten zu gehen, um einen Kopfsalat abzuschneiden; oder es wurde eine Antilope erlegt. Daher habe ich auch mein Bewusstsein für gutes Essen. Ich finde es erschreckend, wenn man nicht weiß, woher das Essen kommt. Hier gehe ich zwei Mal die Woche auf den Markt, weil ich so genau erkennen kann, woher die Lebensmittel kommen, die ich kaufe.“

Für sich und ihre Familie ein Zuhause aufbauen: Das steht momentan an erster Stelle in Leonie von Hases Lebensplan. Ihren Freund Hannes hat die 33-Jährige vor zehn Jahren in Kapstadt kennengelernt und vor drei Jahren in Berlin wiedergetroffen. Ein Jahr hatte das Paar eine Fernbeziehung bis Leonie von Hase schwanger wurde und sich die beiden gemeinsam für Kind und Kiel entschieden. Sohn Nordin, inzwischen sieben Monate alt, wächst ebenso wie Leonie in ihrer Kindheit zweisprachig auf. Mutter Leonie redet mit ihrem Sohn englisch, sein Vater Hannes deutsch. Fiete, ihr Rottweiler-Labrador-Mix, macht die Familie komplett. „Hannes hat in Kiel seine Basis“, erläutert sie ihre Entscheidung für den Norden. „Außerdem ist seine Firma – er baut Skateboard-Rampen – hier ansässig.“

Die Nähe zum Wasser, zur Natur, auch zu Hamburg und Dänemark: Das ist es, was Leonie von Hase an Kiel gefällt. Kiel ist „unprätentiös“, hier bekomme man alle Jahreszeiten noch richtig mit. Fremd ist ihrer Familie die Landeshauptstadt nicht: „Mein Uropa war Artillerieoffizier im 1. Weltkrieg, deswegen ist mein Opa in Kiel geboren worden.“ In Kiel könne jeder sein Ding machen. Sich neu erfinden und mit Identitäten spielen – Leonie von Hase kann und möchte sich in Kiel verwirklichen. Eingeschränkt zu sein, dass ist etwas, was das Model gar nicht mag: „Das, was ich tue, hat immer etwas mit einer kreativen Vision zu tun.“ In Berlin, wo sie bis vor eineinhalb Jahren gelebt hat, hat das gut funktioniert. Dort konnte sie sich frei ausdrücken, die Einheimischen sind offen, Menschen aus aller Welt sind dort zu Hause. Dennoch: Berlin ist Vergangenheit, Kiel ist Gegenwart. Und: „Wir können uns hier eine Zukunft vorstellen.“

Zukunftsvisionen gibt es dafür schon reichlich: Die Kielerin plant ländliche Food- und Kunst-Events auf einem Gutshof. Regionale, saisonale Produkte, die zu einem Festmahl angerichtet werden, Workshops und Vorträge von deutschen Gastronomen, Winzern, Landwirten, Künstlern – Leonie von Hases Ideen kennen keine Grenzen. „Uns geht es dabei darum, unsere Leidenschaft für die Gastfreundschaft mit dem reichhaltigen saisonalen Produkten Schleswig-Holsteins zu kombinieren und die Romantik der Region hervorzubringen.“ Ländlich, traditionsbewusst, hochwertiger Standard: Das Konzept könnte aufgehen. 

Und was trägt ein Model privat? „Ich habe Klamotten, die ich seit Jahren angesammelt habe, die eine Geschichte haben. Mein Stil ist androgyn-leger, aber es muss auch immer etwas schick sein, halt elegant und bequem-androgyn.“ Wichtig dabei: „Ich versuche konsumbewusst zu leben. Wenn ich etwas Neues kaufe, muss etwas Altes raus und gespendet werden.“ Second-Hand, Vintage und Co.: So kauft Leonie von Hase am liebsten ein. Dennoch: „Lieber gebe ich ein wenig mehr Geld für richtig gute Lebensmittel aus. Davon gibt es in Kiel sehr viel!“

Aus der Wüste Namibias in den stürmischen Norden Deutschlands: Leonie von Hase hat schon aufregende Jahre hinter sich. In Kiel möchte sie sich jetzt neu verwirklichen. Familie, Food-Blogging, Modeln: Die Zukunft hält viel Spannendes bereit.

Mehr Informationen zu den Food- und Kunst-Events gibt es zu gegebener Zeit auf Leonies Blog lcvoneats.com oder auf ihrem Facebook-Profil Lcvoneats.

Leonie von Hase, Titelmodel CITTI PARK-Magazin 2017
Foto: Bevis Photography

Hier können Sie einen Blick hinter die Kulissen des Titelshootings werfen:

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